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SONDERAUSSTELLUNG
9. Mai bis 13. September 2026

Christine Swane. Eine vielseitige Einzelgängerin

Christine Swane nimmt eine besondere Stellung in der dänischen Kunstgeschichte ein. Ihr künstlerisches Leben entfaltet sich als eine lange und beharrliche Bewegung – vom provinziellen und fynischen Kunstmilieu der 1890er Jahre über die Umbruchzeiten der Hauptstadt in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts bis hin zu einem eigenständigen und reifen modernistischen Ausdruck, der sich ab den 1920er Jahren bis in die 1950er Jahre deutlich ausprägt.

Als Schwester von Johannes Larsen und Teil des Kreises der Fynbo-Maler war Christine Swane eng mit einem der markantesten künstlerischen Milieus ihrer Zeit verbunden. Gleichzeitig entwickelte sie früh eine eigene Bildsprache, die eigene Wege ging. Das Johannes Larsen Museet beherbergt heute die größte Sammlung ihrer Werke sowie Skizzen und Archivmaterialien, was sowohl von ihrer künstlerischen Spannweite als auch von ihrer nachhaltigen Bedeutung in der Geschichte des Museums zeugt.

Christine Swane bedarf keiner Überhöhung. Dennoch bildet der 150. Jahrestag ihrer Geburt einen natürlichen Anlass, ihre Position in der dänischen Kunst zu festigen und zu verdeutlichen. Ihre Werke erscheinen beständig und präzise – die Farben sind klar, die Kompositionen scheinbar einfach, jedoch stets getragen von einem feinen Gleichgewicht zwischen dem Bedachten und dem Intuitiven. Motive aus dem Künstlerhaus, Ausblicke auf die Stadt und intime Interieurs begegnen vereinfachten Garten- und Landschaftsdarstellungen, in denen das Motiv verdichtet und vom Überflüssigen gereinigt ist.

Bei Christine Swane sind Kultur, Natur und Alltag untrennbar miteinander verbunden. Eine breitere Anerkennung erlangte sie erst vergleichsweise spät, um ihr 60. Lebensjahr herum, und gerade in dieser Phase entwickelte sie sowohl ihren charakteristischsten künstlerischen Ausdruck als auch ein persönliches, modernes Künstlerheim in Birkerød. Ihr Werk umfasst mehrere Medien – Malerei, Keramik, Textilkunst und Auftragsarbeiten im Bereich der Ausgestaltung –, doch durch Materialien und Techniken zieht sich ein klar erkennbarer roter Faden. Der Ausdruck wirkt häufig leicht und poetisch, jedoch niemals zufällig; die künstlerischen Mittel sind sorgfältig abgestimmt und präzise eingesetzt.

Die Ausstellung richtet den Fokus auf Christine Swanes langjährige Suche und auf die künstlerische Vollendung, die ihre reifen Werke kennzeichnet. Neben Arbeiten aus der eigenen Sammlung des Museums werden Leihgaben aus Museen und Privatsammlungen präsentiert; zudem sind eine Reihe neu erworbener Gemälde und keramischer Werke in der Ausstellung zu sehen.

Feier, Vermittlung und Forschung

Der Sommer 2026 auf Møllebakken steht ganz im Zeichen der Würdigung Christine Swanes. Es werden Führungen, Aktivitäten und Workshops zu ihrer faszinierenden Bildwelt für Besucherinnen und Besucher jeden Alters angeboten.

Darüber hinaus wird die Ausstellung von der Veröffentlichung einer umfangreichen, wissenschaftlich fundierten Anthologie über Christine Swanes Leben, ihre Zeit und ihr künstlerisches Schaffen begleitet.

Lesen Sie hier mehr über das Leben und die Kunst von Christine Swane.

sommerudstiling Alhed Larsen 2022 arkiv

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